Das Theaterwunder Schweiz
ein Miniseminar mit der Schriftstellerin und Dramaturgin Christine Rinderknecht
Writer-in-Residence, Cornell University, April 2008
Zeitgenössische Schweizer DramatikerInnen sind heute so präsent wie nie zuvor und gehören statt einer Schweizer Kulturszene eher einer deutschsprachigen Theaterlandschaft an. Sie werden auf deutschsprachigen Bühnen uraufgeführt, nachgespielt, in Fachzeitschriften abgedruckt, von Verlagen vertreten und mit Preisen ausgezeichnet.
In dem Miniseminar möchte ich mit den Studenten drei neue Stücke aus der Schweiz lesen und diskutieren und der Frage nachgehen, inwiefern dieses zeitgenössische Theater unsere globalisierte Gesellschaft spiegelt. Was sind die Figuren und ihre Probleme, ihre Sehnsüchte, ihre Verwerfungen und ihre Lösungsversuche in einer Welt des anything goes. Was sind die Auswirkungen auf Dramaturgie und Sprache? Gibt es trotzdem noch so etwas wie das typisch Schweizerische?
Lukas Bärfuss: Der Bus (2005)
Marianne Freidig: Gift (2006)
Reto Finger: Schwimmen wie Hunde (2006)